Minijobber sind geringfügig Beschäftigte und arbeiten für höchstens 450 Euro im Monat. Sie bekommen demnach bei dem 450 Euro Job (ehemals 400 Euro Job) den Bruttolohn fast ohne Abzüge auch netto heraus. Der Vorteil liegt vor allem darin, sie müssen keine Sozialabgaben zahlen. Für Sie als Arbeitgeber ist es vorteilhaft um die variierende Auftragsauslastung flexibel abfangen zu können. Auch der Bürokratieanteil ist weitaus weniger umfassend als bei Vollzeitbeschäftigten. Sie als Arbeitgeber müssen lediglich darauf achten, dass sich Stundenanzahl und bezahlter Lohn im Limit der gesetzlichen Regelung befinden. Somit ist die Beschäftigung von 450 Euro Kräften eine gute Alternative.

Je nach dem um welche Art der geringfügigen Beschäftigung es sich handelt, so sind vom Arbeitgeber unterschiedliche pauschale Abgaben an die Minijob-Zentrale zu entrichten. Wir haben hier zunächst die übliche Beschäftigung im gewerblichen Bereich aufgeführt. Die Gesamtausgaben mit Lohn an Arbeitnehmer, Abgaben und Umlageverfahren bei der Beschäftigung einer 450 Euro Kraft, betragen demnach 595,75 €.

13,0 % zur Krankenversicherung = 58,50 € *Pflichtabgabe
Der Beschäftigte ist in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert.

18,7 % voller Rentenversicherungsbeitrag = 84,15 € *Pflichtabgabe
Volle gesetzlichen Pflichtbeiträge zur gesetzlichen RV. Der Arbeitnehmeranteil von 3,7%/17,55€ wird hierbei vom Lohn einbehalten. Hat sich der Arbeitnehmer von dem gesetzlichen Arbeitnehmeranteil befreien lassen, so müssen die 3,7% ausgezahlt werden.

2,00 % Lohnsteuer = 9,00 € * Pflichtabgabe
Es wird eine einheitliche Pauschsteuer gezahlt. Ausnahmen bei Versteuerung über die Lohnsteuerkarte.

0,70 % Umlage U 1 = 3,15 €
Die Umlage 1 (U1) für den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit beträgt 0,70 Prozent des Bruttoarbeitsentgelts.

0,24 % Umlage U 2 = 1,08 €
Die Umlage 2 (U2) für den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft beträgt 0,24 Prozent des Bruttoarbeitsentgelts.

0,15 % Insolvenzgeldumlage = 0,68 €
Zweck der Insolvenzgeldumlage ist, dass im Inland beschäftigte Arbeitnehmer von den Agenturen für Arbeit (im Falle der Insolvenz ihres Arbeitgebers) zum Ausgleich des  ausgefallenen Arbeitsentgelts für max. 3 Monate Insolvenzgeld erhalten.

Wir raten generell die Anmeldung mit Umlageverfahren und der Absicherung für weniger als 5,- €!
Denn Sie zahlen bei voller Abrechnung  an die RV Anstalt / Minijob-Zentrale = 145,75 €

Was kann man als Arbeitger tun, wenn es finanzielle Engpässe gibt?
Gerade Neugründungen und Kleinere Unternehmen geraten zu Anfang schnell einmal in finazielle Probleme. Da lassen zum Beispiel die Zahlungen von Kunden auf sich warten und die Abgaben an die Minijob Zentrale stehen ins Haus. Diese werden halbjährlich in Rechnung gestellt. Sollten Sie nun einmal in eine solche Situation geraten, empfiehlt es sich der Minijob-Zentrale frühzeitig Bescheid zu geben. Einen formlosen Antrag finden Sie auf der jeweiligen Seite. Ebenfalls besteht die Möglichkeit dort anzurufen, den Vorfall zu schildern und um Stundung zu bitten.