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Mindestlohn im 450 Euro Job / Minijob

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Der gesetzliche Mindestlohn von 9,19 Euro gilt auch für Minijobber!

Wie viele Stunden kann man als Minijobber künftig arbeiten?
Verdient ein Minijobber also 450 Euro und würde die gesetzlich vorgeschriebenen 9,19 Euro pro Stunde erhalten, sind es 48,96 Stunden im Monat die ein Minijobber höchstens arbeiten darf, um die Verdienstgrenze nicht zu überschreiten.

Ob die Verdienstgrenze den Minijob von regelmäßig 450 Euro im Monat überschritten wird, hängt vom durchschnittlichen Jahresverdienst ab. Also 450 Euro * 12 Monate = 5400 Euro Jahresverdienst, welchen Sie geringfügig ohne Abgaben verdienen dürfen. Achtung! Dabei werden auch regelmäßig Einmalzahlungen berücksichtigt. Wenn Sie also 450 € monatlich verdienen, hinzu aber noch Urlaubs oder Weihnachtsgeld beziehen, sind sie nicht mehr geringfügig beschäftigt.

Mindestlohn gilt auch für geringfügige Beschäftigungen im Haushalt?
Unter das Mindestlohngesetz fallen alle Minijobber, die im gewerblichen Bereich oder in Privathaushalten über das Haushaltsscheck-Verfahren beschäftigt sind. Für diese gilt ebenfalls der gesetzliche Mindestlohn von 9,19 Euro pro Stunde.

Mindestlohn auch bei Praktika
Auch Praktikanten, die während des Studiums oder der Berufsausbildung ein freiwilliges Praktikum machen, bekommen den Mindestlohn für Zeiten, die über drei Monate hinausgehen. Ebenfalls vom Mindestlohn profitieren Praktikanten, die außerhalb eines Studiums oder einer Ausbildung ein Praktikum machen. Voraussetzung ist jedoch, dass diese Praktikanten bereits ein abgeschlossenes Studium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung haben.

Für Pflichtpraktika im Rahmen der Schulzeit, des Studiums oder der Ausbildung muss kein Mindestlohn gezahlt werden. Ebenfalls ausgenommen sind freiwillige Praktika, von einer Dauer bis zu drei Monaten, wenn diese zur Orientierung bei der Berufs- oder Studienwahl dienen.

Sonderregelungen beim Mindestlohn
Die Sonderregelung betrifft alle Arbeitnehmer unter 18 Jahren. Für Jugendliche unter 18 Jahren wird der Mindestlohn nicht gelten. So sollen Fehlanreize bei jungen Menschen vermieden werden, sich gegen eine Ausbildung zu entschließen.

Sonderregelung für Langzeitarbeitslose
Bei Arbeitnehmern, die zuvor über ein Jahr arbeitslos waren, haben Arbeitgeber die Möglichkeit innerhalb der ersten sechs Monate, nach dem Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt, vom Mindestlohn abzuweichen. Ziel dieser Regelung ist es, Langzeitarbeitslosen die Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Arbeitgeber – Pflichten und Strafen
Alle Unternehmen müssen seit dem 01.01.2015 den gesetzlichen Mindestlohn zahlen und haben eine Aufzeichnungspflicht. das heißt das Sie als Arbeitgeber spätestens am siebten Tag nach der Arbeitsleistung den Beginn, das Ende und die Dauer der geleisteten Arbeit dokumentieren müssen. Das trifft etwa auf die Gastronomie, den Messebau oder das Baugewerbe zu.

Geringfügige Beschäftigungen müssen Branchenunabhängig dokumentiert werden und die Dokumente für mindestens zwei Jahre aufbewahren. Wir empfehlen Ihnen daher, sich im Vorfeld mit Ihrem Steuerberater zu beraten. Wichtig zu wissen ist, dass bereits ab einem Verdienst von 450,01 Euro die Sozialversicherungspflicht einsetzt. Ein Nichtbeachtung kann hohe Nachzahlungen und Strafen nach sich ziehen.

Die sogenannte Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) kontrolliert künftig die Einhaltung der Mindestlohn-Zahlungen und darf Einsicht in Lohn- und Meldeunterlagen von Unternehmen und Betrieben nehmen. Nichtzahlern drohen Geldbußen von bis zu 500.000 Euro. Zudem handelt es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit! Sollten Sie Teilzeitkräfte suchen so besuchen Sie unser Partnerportal

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