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Ferienjobs

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Arbeiten in den Ferien?
Wer diese Frage mit Ja beantwortet, aber noch nichts in Aussicht hat, sollte sich sputen. Hunderte von Schülern und Studenten suchen derzeit kurzfristig noch einen Job, um sich ein paar Euro extra zu verdienen. So leicht wie früher, ist es nicht mehr. Durch Leiharbeiter, Praktikanten und Minijobber sind in der von mittelständischen Unternehmen geprägten Region viele Ferienjobs weggefallen.

Früher haben Schüler und Studenten die Urlaubszeiten der Stamm-Belegschaft aufgefangen. Heute wird es überwiegend über Zeitarbeit geregelt. Dafür ist die Nachfrage in der Dienstleistungsbranche gestiegen. Die Gastronomie suchen immer noch händeringend Arbeitskräfte, gefragt sind Betreuer in Freizeitparks, in Fußballcamps oder Animateure auf Campingplätzen.

Was und wie lange darf ein Schüler arbeiten?
Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen Kinder, die das 13. Lebensjahr vollendet haben, mit Einwilligung der Eltern täglich bis zu zwei Stunden arbeiten. Jugendliche ab 15 Jahren dürfen mit Erlaubnis der Eltern höchstens vier Wochen beschäftigt werden. Aber nur zwischen 6 und 20 Uhr maximal 8 Stunden am Tag, 40 Stunden die Woche. Ab 18 Jahre sind bis zu 50 Arbeitstage im Jahr erlaubt. Der Bundesjugendsekretär des deutschen Gewerkschaftsbundes, Florian Haggenmiller, gibt den Rat, auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu bestehen, in dem Lohn, Arbeitszeiten und die auszuübende Tätigkeit festgehalten wird.

Der Verdienst ?
Für Schüler und Studenten gilt der Mindestlohn von 8,50 pro Stunde. Bei Minderjährigen darf der Mindestlohn unterschritten werden. Wer besondere Qualifikationen wie gute Computerkenntnisse einbringt, der kann bis zu zehn Euro die Stunde verdienen. Besonders gut sei der Verdienst in der Metall- und Elektroindustrie. Dort sind bis zu 12 Euro Stundenlohn keine Seltenheit. In den meisten Fällen können Schüler und Studenten ihren Verdienst brutto für netto behalten. Ist der Ferienjob der einzige Job der ausgeübt wird fallen Schüler in die Steuerklasse 1 und es wird erst Lohnsteuer fällig wenn ihr mehr als 985 Euro im Monat verdient.

Die beliebtesten Jobs
Am beliebtesten bei Schülern und Studenten ist immer noch die Gastronomie. Da ein zusätzliches Trinkgeld einen besonderen Reiz hat. Aber im Lager oder als Helfer/innen in der Produktion sowie als Postbote arbeiten viel Schüler gern. Im Trend liegen auch Ferienjobs für Hilfsorganisationen wie für die DRK oder die Johanniter und Textjobs für Onlineunternehmen.

Tipps
Wer jetzt noch sucht, für den jenigen ist es zumeist noch nicht zu spät. Einfach mal durch die Stadt bummeln, Aushänge finden und sich vorstellen. Vor allem Lebensmittelketten wie Rewe oder Kaufland suchen immer Ferienjobber. Spontanbewerbung offen auftreten und ehrlich das Anliegen schildern hat zumeist schon Erfolg. Einen Lebenslauf braucht niemand mitzubringen, es reicht, wenn man Kontaktdaten angibt.

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